Kryolipolyse

Facts

Lokale natürliche Reduktion der Fettzellenhöhe durch Kälte

Lokale und genaue Anwendung bei Problemzonen (BodyForming)

Hohe Wirksamkeit zur lokalen Fettpolster-Reduktion

Anwendung im Gesicht (Doppelkinn) und am Körper

Schmerzfrei durch die Behandlungskälte

Keine Ausfallzeit

Die Reduktion von Fettpölsterchen ist ein kosmetischer Dauerbrenner. Im Medical Beauty gibt es viele nicht-invasive Möglichkeiten neben der operativen Liposuktion (Fettabsaugung) mit mehreren Wochen Ausfallzeit. Es sind dies: Ultraschall, Radiofrequenz, Lipolyse mit der Fett-weg-Spritze, iLipo-Laser etc. – aber noch nie war ein Verfahren so vielversprechend wie die Kryolipolyse.

Was ist Kryolipolyse?

Bei der Kryolipolyse wird das Fettgewebe zur Einleitung einer Lipolyse (Abbau von Fettzellen) auf nicht invasive Weise gekühlt. Das andere Gewebe bleibt dabei unversehrt. Nach zwei bis vier Monaten erhält man eine deutliche, natürlich aussehende Fettreduzierung.

Wie funktioniert die Kryolipolyse?

Die Kryolipolyse basiert auf dem Prinzip, dass Fettzellen dem Energieentzug (Kühlung) gegenüber anfälliger sind als die umgebenden Gewebe. Ein nicht invasiver Applikator wird am gewünschten Bereich angebracht. Er entzieht Energie aus dem darunter liegenden Fettgewebe und schützt gleichzeitig Haut, Nerven, Muskeln und andere Gewebe. Bei den gekühlten Fettzellen wird eine Apoptose (kontrollierter Zelltod) ausgelöst und die Zellen werden stufenweise abgebaut. Dadurch wird die Dicke der Fettschicht reduziert.

Was geschieht mit den Fettzellen?

Während des Verfahrens wird durch die Kälteexposition eine Apoptose der Fettzellen verursacht. Dies führt zur Freisetzung von Zytokinen und anderen Entzündungsmediatoren. In den Monaten nach dem Verfahren bauen Entzündungszellen die betroffenen Fettzellen stufenweise ab. Lipide werden langsam aus den Fettzellen freigesetzt und vom Lymphsystem zur Verarbeitung abtransportiert, ähnlich wie das in der Nahrung enthaltene Fett. Da die Lipide einen schrittweisen Abbauprozess durchlaufen, ist bei den Blutlipiden und der Leberfunktion keine gefährliche Veränderung festzustellen.

Wie kalt ist „kalt“?

In Fettzellen enthaltene Lipide kristallisieren bei höheren Temperaturen als andere Wasser enthaltende Zellen. Auf diese Weise werden Fettzellen durch die Kryolipolyse gezielt bei leichten Minusgraden behandelt. Die anderen Gewebe wie Haut, Muskeln und Nerven bleiben dabei unversehrt. Das Kälte-Verfahren kontrolliert die Geschwindigkeit des Energieentzugs bzw. der Kühlung während des Verfahrens.

Von wem wurde die Kryolipolyse entwickelt?

Die Dermatologen Dr. Dieter Manstein und Dr. R. Rox Anderson vom Wellman Center for Photomedicine des Massachusetts General Hospital in Boston, einem Ausbildungskrankenhaus der Harvard Medical School, sind für die Entdeckung der Kryolipolyse verantwortlich. Die beiden Ärzte bewiesen mit ihrem Forschungsteam, dass subkutane Fettzellen unter kontrollierten Laborbedingungen stärker von der Kälte angegriffen werden als das umliegende Gewebe. Der erste Beweis, der im November 2008 in der Zeitschrift Lasers in Surgery and Medicine veröffentlicht wurde, wies darauf hin, dass eine anhaltende, kontrollierte Kühlung von Gewebe eine gezielte Fettzellenreduzierung und die nachfolgende Beseitigung von subkutanem Fett herbeiführen kann. Die darüber liegende Haut blieb dabei unversehrt.

Wie wird die Fettschicht gekühlt?

Für das Kälte-Verfahren gibt es eine Auswahl nicht invasiver Applikatoren zur Gewebekühlung, die durch ein präzises, technisch ausgereiftes Steuersystem kontrolliert werden. Beim Kälte-Verfahren befestigt der Therapeut einen Applikator am zu behandelnden Bereich, um den darunter liegenden Fettgewebe Energie zu entziehen (Kühlung). Das Gewebe wird per Vakuum in den Applikator gezogen, wo es zwischen zwei Kühlplatten gehalten wird. Entsprechend dem ausgewählten Verfahrensprofil wird nun Wärme entzogen. Während des Verfahrens wird die Haut mit den im Applikator enthaltenen Sensoren überwacht, damit ein einheitliches, gleichbleibendes Verfahren gewährleistet ist. Diese Sensoren sind mit der Steuerkonsole verbunden und ermöglichen die kontinuierliche Überwachung und Anpassung der Kühlung während des Kälte-Verfahrens.

Welche Ergebnisse kann ich erwarten?

Klinische Studien bewiesen, dass das Kälte-Verfahren bei fachgerecht ausgewählten Kunden innerhalb von zwei bis vier Monaten nach dem Verfahren zu einer deutlichen, messbaren Fettreduzierung führt. Zwei bis vier Monate nach der ersten Behandlung können weitere Verfahren durchgeführt werden, um für eine weitere Fettgewebereduzierung zu sorgen.

Wie lange halten die Resultate an?

Nach der Fettschichtreduzierung zeigen Kunden mindestens sechs Monate nach der Kälte-Behandlung anhaltende Ergebnisse. Langfristigere Studien wurden noch nicht durchgeführt. Es ist bekannt, dass die Fettzellen nach einer Kälteexposition einen natürlichen Abbauprozess einleiten, durch den die Dicke der Fettschicht stufenweise abgebaut wird. So werden die Fettzellen im behandelten Bereich über den normalen Stoffwechsel langsam eliminiert (genau wie das in der Nahrung enthaltene Fett). Die Beseitigung der Fettzellen durch das Kälte-Verfahren hält voraussichtlich so lange an wie bei invasiven Verfahren (wie z. B. Liposuktion).

Wie lassen sich die Ergebnisse mit invasiven Verfahren wie Liposuktion vergleichen?

Die Ergebnisse des Kälte-Verfahrens sind weniger schnell und dramatisch als die invasiven Verfahren (wie der Liposuktion). Für Kunden, die die mit chirurgischen Eingriffen verbundenen Schmerzen, Risiken und Genesungszeiten vermeiden möchten, könnte das Kälte-Verfahren jedoch die bevorzugte Alternative sein.

Welche Auswirkungen werden gewöhnlich nach dem Verfahren beobachtet?

Das Kälte-Verfahren ist nicht invasiv. Man ist direkt danach wieder arbeits- und gesellschaftsfähig. Im behandelten Bereich kann möglicherweise eine Rötung auftreten, die einige Minuten bis einige Stunden anhalten kann.

Welche Kunden eignen sich am besten für das Verfahren?

Ideale Anwärter für das Kälte-Verfahren sind relativ fit, haben aber kleinere Fettpölsterchen, die sie trotz guter Ernährung und Sport nicht loswerden können. Sie sind an einer stellenweisen Fettreduzierung interessiert, möchten sich jedoch keiner Operation unterziehen. Das Kälte-Verfahren eignet sich nicht zur Gewichtsabnahme bzw. für übergewichtige Kunden und ist kein Ersatz für invasive Methoden wie die Liposuktion.

Wodurch unterscheidet sich das Kälte-Verfahren von anderen Verfahren?

Durch die kontrollierte Kühlung werden Fettzellen gezielt behandelt und beseitigt. Andere Behandlungsmethoden wie Laser, Hochfrequenz und fokussierter Ultraschall beeinflussen nicht nur Fettzellen, sondern ggf. auch anderes Gewebe auf eine Weise, die nicht mit der Kälte-Methode der Kryolipolyse vergleichbar ist.

Empfiehlt sich das Kälte-Verfahren für Cellulite

Bisher wurden keine kontrollierten Studien zur Bestimmung des Erscheinungsbildes von Cellulite nach der Fettreduzierung durch das Kälte-Verfahren durchgeführt. Derzeit wird das Kälte-Verfahren nicht zur Behandlung von Cellulite empfohlen.