Botulinumtoxin gegen Schwitzen

Starke Schweissbildung kann die Betroffenen sehr beeinträchtigen. Oft schränkt das übermässige Schwitzen soziale Kontakte sowohl im privaten als auch im beruflichen Bereich ein. Neben dem chirurgischen Eingriff der Schweissdrüsenabsaugung hat sich in den letzten Jahren die Behandlung der Hyperhidrose mit Botulinumtoxin (Botulinumtoxin) etabliert. Die schonende Alternative zur Saugkürettage hilft zuverlässig gegen starkes Schwitzen und sorgt dafür, dass Betroffene wieder unbefangen auf andere Menschen zugehen können. Wenn Deos und andere Mittel keine Besserung erzielen, ist eine Botulinumtoxin-Behandlung der erste Schritt zu einem Leben ohne lästiges Schwitzen.

 

Wie wirkt Botulinumtoxin bei übermässiger Schweissbildung?
Der vor allem aus der Faltenbehandlung bekannte Wirkstoff Botulinumtoxin (Faltenbehandlung mit Botulinumtoxin) kann auch gegen starkes Schwitzen eingesetzt werden. Dafür werden Botulinumtoxin-Injektionen an den von übermässiger Schweissbildung betroffenen Körperpartien, wie Achseln, Hände, Füsse und eventuell auch dem Brustkorb, eingesetzt. Zuvor werden die Schweissdrüsen genau lokalisiert. Die minimale Dosis des Wirkstoffs Botulinumtoxin reicht dabei aus, um die Schweissproduktion der Schweissdrüsen zu stoppen. Botulinumtoxin verhindert, dass der Botenstoff Acetylcholin, der die Schweissproduktion anregt, zu den Schweissdrüsen vordringt. Dafür sind mehrere Injektionen in den behandelten Arealen notwendig. Um die Behandlung möglichst angenehm zu gestalten, wird vorab eine anästhesierende Salbe auf die behandelten Körperstellen aufgetragen. Besonders schmerzempfindliche Patienten können eine Lokalanästhesie erhalten.

 

Welche Hyperhidrose-Behandlung ist die Richtige?
Welche Behandlungsoption bei Hyperhidrose vorzuziehen ist, lässt sich pauschal nicht beantworten, da beide Methoden sowohl Vor- als auch Nachteile haben. Wer keinen chirurgischen Eingriff wünscht, ist jedoch mit einer Botulinumtoxinbehandlung gut beraten.

 

Vor und nach der Behandlung
Das Resultat einer Hyperhidrose-Behandlung mit Botulinumtoxin hält zwischen vier und sieben Monaten an. Da es sich um eine schonende Behandlung handelt, sind nach den Injektionen keine begleitenden Massnahmen notwendig. In einzelnen Fällen konnte mit einer Botulinumtoxin-Behandlung das starke Schwitzen sogar dauerhaft gelindert werden werden – die Schweissdrüsen hatten die Schweissproduktion gewissermassen “verlernt”.

 

Risiken und Nebenwirkungen
Die Behandlung des übermässigen Schwitzens mit Botulinumtoxin bietet eine sanfte, nicht-invasive Alternative zu einer Absaugung der Schweissdrüsen. Während der chirurgische Eingriff einer Schweissdrüssenabsaugung dauerhafte Resultate verspricht, ist die Behandlung des übermässigen Schwitzens mit Botulinumtoxin zwar sanft, klingt jedoch auch nach einigen Monaten wieder ab, wodurch neue Injektionen notwendig werden. Botulinumtoxin wird vom Körper restlos abgebaut, sodass keine negativen Folgewirkungen zu befürchten sind. Bei sachgemässer Anwendung der Substanz sind keine unerwünschten Wirkungen zu erwarten. Langzeitnebenwirkungen sind nicht bekannt.